Festmachen - November 2014

Festmachen - November 2014

Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten!
Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!

Jesaja 1,17 (Einheitsübersetzung)

festmachen 11 2014Jesaja war ein Prophet der Ausrufezeichen, ein Kämpfer für Gottes Willen auf Erden. Sein Wille ist seine Liebe für die Menschen, die auf dieser Welt an den Rand gedrängt, aus ihrer Gesellschaft heraus gedrängt werden.

Zu seiner Zeit wurde die soziale Kluft zwischen denen, die ihren Wohlstand mehrten, und denen, den kein Anteil an der Gesellschaft gewährt wurde, immer unerträglicher. Darum klagt er die Mächtigen seiner Zeit an. Er beschimpft die Herren, die in Selenruhe auf ihrem Geld sitzen, während die Wirtschaft einbricht und das Volk verarmt.

Seinen Zeitgenossen - und uns, die solche Verhält- nisse gut kennen - stellt er mit kurzen, klaren Sätzen eine Pädagogik zivilgesellschaftlichen Engagements vor: Lernt! Sorgt! Helft! Und verschafft Recht den Entrechteten!

Lernt, Gutes zu tun! Damals wie heute reicht es nicht, das Gute zu wollen, es muss vielmehr ge- lernt werden! Es reicht nicht zu bedenken; dass der Mensch vermeintlich dem Menschen ein Wolf sei, der von sich aus nur das Böse, den Kampf eines jeden um Macht und Zugang zu den Futtertrögen (oder persönlichem Wohlstand) kennt.

 

Lernen Gutes zu tun das heißt: nicht mit machen in den Systemen von Unterdrückung und Ausbeu- tung, von Erniedrigung und Vernachlässigung. Und da gibt es wahrlich zu lernen: Etwa, dass „mein Schnäppchen“ für fremde Kinder Sklaverei auf Bau- wollplantagen bedeutet, dass das günstigste Fleisch von geschundenen Tieren kommt, dass Nächstenliebe bedeutet in unseren Kirchen eine Begrüßungskultur für Flüchtlinge und Fremde zu entwickeln. Sorgt für das Recht! Das Gute zu tun ist nicht nur eine Frage des richtigen Handelns jedes Einzelnen. Soziale Gerechtigkeit muss unter sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Bedingungen festgeschrieben werden. Nicht der internationale Markt und der freie Verkehr der Waren sind das Maß aller Dinge, sondern es zählen auskömmliche Lebens- und sichere Arbeitsbedingungen für Produzenten und auch für Transportarbeiter auf den Meeren dieser Welt. Nicht die billigste Frachtrate und höchste Rendite, sondern gerechte Tarife für alle Besatzungsmitglieder sind das Ziel.

Helft den Unterdrückten! Und wo das Recht versagt, hört die Verantwortung nicht auf. Unsere Hilfe ist gefragt für Menschen, die ihr Leben aus eigener Kraft nicht gestalten können. Wir brauchen nachbarschaftliche Freunde, Deutschlehrer und Fremdenführer durch den Dschungel der Bürokratien für Flüchtlinge und wir brauchen die Helfer, die einen fairen Anteil des privaten Einkommens abgeben und spenden, damit zum Beispiel Kinder in entlegenen Dörfern Togos gute Schulen besuchen können, wir brauchen zuhörende und anpackende Mitarbeiter der Mission, in den vielen Ländern der Welt und für Seefahrende an den Küsten der Ozeane.

Hannes Menke
Generalsekretär Norddeutsche Mission
 

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

1 Johannes 4,16 (Einheitsübersetzung)

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Im Vertrauen auf den Gott, der die Liebe ist und der alle Menschen bedingungslos liebt, engagieren sich Christinnen und Christen am Bahnhof in Bremen seit 1898 für Menschen in Not.

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