Festmachen - Dezember 2014

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.

Jesaja 35,1 (Lutherbibel)

festmachen 12 2014Alle, die schon mal von der Rallye Paris-Dakar gehört haben, wissen, dass die Fahrt durch die Wüste ein « Muss » ist ! Gewollt und verpflichtend für alle, die am Ziel dieser Fahrt ankommen wollen. Die Wüste macht den Charme dieser Route aus.

Wüste, eine weite Fläche der Erde, unverzichtbarer Bestandteil der Schöpfung. Die Wüste sieht - auf die Entfernung betrachtet - wunderschön aus, aber in ihr zu leben, kann zur Zumutung werden.
Für mich als "Afrikaner", der im Süden der Sahara lebt, ist es verständlich, warum sich viele Nichtregierungsorganisationen für den Kampf gegen die Ausbreitung der Wüsten einsetzen, denn dieses Phänomen droht auf weite Teile des Kontinents überzugreifen. Die verdorrte Erde gewinnt sichtbar an Terrain.

In der Wüste gibt es nur wenig Lebendiges; wenig Vegetation; wenig Wasserstellen für Mensch und Vieh. Sicher leuchten hier und da Oasen auf, aber unzureichend. Erstickende Hitze und unzumutbare Kälte wechseln vom Tag zur Nacht. Wir könnten es auch: "Leiden" nennen. Man muss zäh sein, ausdauernd, um sich in der Wüste aufzuhalten.

 

Für Gott ist selbst die Wüste, dieses trockene Stück Erde, nicht umsonst. Alle Elemente der Natur, die ER selbst geschaffen hat, bezeugen seine Macht, seine Größe, die uns dazu bringt, einen Sprung nach vorne zu machen, uns der Zukunft zuzuwenden, die es schafft, aus Einsamkeit Glück werden zu lassen, aus Trauer Freude und aus Verzweiflung Hoffnung. Hoffnung sollte nicht nur für Christinnen und Christen der Inhalt des gesamten Lebens sein, sondern für alle Menschen, die gesamte Menschheit. Seeleute zum Beispiel sind Tage, Monate unterwegs auf unbekannten Wassern. Wasser umgibt ihr Schiff wie eine "Wüste". Und dennoch leben sie von der Hoffnung, einen Leuchtturm am Horizont zu erblicken.

Ein Leuchtturm steht für Hoffnung, im Hafen gut anzukommen, für die Hoffnung, einen Strand zu finden, an dem Seeleute anderen Menschen begegnen können, neue Gesichter sehen und sich mit anderen austauschen können. Sich neu mit dem Festland zu verbinden, um ein normales Leben führen zu dürfen.

Jetzt ist Dezember, die Zeit, die auf Weihnachten zugeht. Christinnen und Christen hoffen. Kinder erwarten ungeduldig den Weihnachtsmann, von dem sie wissen, dass er sie mit seinen Geschenken nicht vergisst. Die Erwachsenen warten ungeduldig auf die Ankunft vom "Heil der Welt", das mit der Geburt des Kindes Jesus angekündigt wurde. Dieses "Heil" verändert die Wüste in fruchtbares Land. Guter Samen kann wachsen und Blumen hervorbringen wie Narzissen, die Lebensfreude mit sich bringen für diejenigen, die diese Sprache verstehen.

Pasteur Henri Sowu
Foyer des Marins Deutsche Seemannsmission
Lomé/Togo
 

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Psalm 38,10 (Einheitsübersetzung)

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Sehnen, Seufzen, ach du meine Güte!
Darüber rede ich eigentlich nicht so gerne. Wenn ich mich nach etwas „sehne“ oder Grund habe zum Seufzen, ist das schließlich meine Sache und geht andere Leute nichts an.

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